Unentschieden gegen Sandzak – „Vogelwildes“ Spiel endet 4:4

Acht Tore, davon vier in den letzten sechs Spielminuten sahen die Zuschauer im Urberacher Waldstadion am gestrigen Sonntag in der Partie des FC Viktoria gegen den SV FC Sandzak Frankfurt.
 
Die Viktoria ging personell stark dezimiert ins Spiel. André Scheel fehlte mit Rotsperre, Offensiv-Akteur Tim Kalzu fehlte genauso wie Routinier Youssef Mokhtari und Umut Toprak. Ohne gelernten Innenverteidiger begann die Partie für den FCV. Der Altersdurchschnitt der Starelf betrug 22 Jahre.
 
Die Viktoria agierte aus einem klassischen 4-4-2-System heraus, überließ den Frankfurtern zunächst die Spielgestaltung und versuchte mit viel Laufarbeit den Gegner von den gefährlichen Zonen fernzuhalten, was im ersten Durchgang sehr gut funktionierte. Die Konterläufe der Blauweißen passten und wurden schnörkellos nach vorne gespielt.
 
Patryk Czerwinski erzielte nach 22 Minuten die 1:0-Führung für den FC Viktoria, die nur drei Minuten später durch Adnan Sejdovic ausgeglichen wurde, als nach einem Standard der zweite Ball wieder in den Strafraum gespielt wurde.
Weitere vier Minuten später vollendete Viktoria-Kapitän zur 2:1-Führung (29.).
 
Kurz nach dem Seitenwechsel glich Sandzak zum 2:2 aus als die defensive Zuordnung für den eingewechselten Murat Sejdovic noch nicht passte, der nach einer vermeidbaren Flanke frei aus sieben Metern einköpfen konnte.
Es entwickelte sich weiter ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Teams. Das 2:3 durch Sandzaks Top-Torjäger Aleksandar Mastilovic fiel ebenfalls nach einem Flankenlauf der Gäste kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit (88.).
 
Die Weisheit, dass ein Spiel erst beendet ist, wenn der Schiedsrichter abpfeift, bestätigte sich wieder mal in dieser Begegnung.
 
Erst traf Patryk Czerwinski per Foulelfmeter zum 3:3 (90.). Dino Cakovic glich nur zwei Minuten später wieder aus (90.+2) und André Schneider beendete mit seinem 4:4 in der 94. Spielminute die „vogelwilde Endphase“, wie sie Co-Trainer Marco Saul beschrieb.
 
„Für das Team fühlt sich dieses Unentschieden wie ein Sieg an, auch weil man nach zwei Nackenschlägen nochmal zurückgekommen ist und große Moral bewiesen hat. Von daher ein großes Lob an das Team. Wenn man aber zuhause vier Tore erzielt und am Ende nur mit einem Punkt dasteht, ist dies aus Trainersicht leider enttäuschend. Für die Zuschauer war es natürlich eine tolle Partie mit acht Toren aber als Trainer habe ich einige graue Haare bekommen“, so Saul weiter.
 
FC Viktoria
Schickedanz – Schneider, Yildirim, Purcell, T. Hamed – Serra, Makengo, Alempic (72. Gecili), Czerwinski, Niegisch – A. Hamed
 
Tore
1:0 22. Patryk Czerwinski
1:1 25. Adnan Sejdovic
2:1 29. Giuseppe Serra
2:2 50. Murat Sejdovic
2:3 88. Aleksandar Mastilovic
3:3 90. Patryk Czerwinski (Foulelfmeter)
3:4 90.+2 Dino Cakovic
4:4 90.+4 André Schneider
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