Herzensangelegenheit kombiniert mit Herzblut – Interview mit Jochen Dewitz und Marco Saul

Hallo Jochen, Hallo Marco,

vielen Dank, dass ihr euch noch einmal die Zeit für ein kurzes Interview mit uns nehmt.

Seit eurer Entscheidung den FC Viktoria zu verlassen sind nun ein paar Tage vergangen. Wie ist Eure Gefühlslage heute?

Dewitz
Einen Verein zu verlassen für den man übergreifend fast 9 Jahre tätig war, ist schon eine andere Hausnummer. Da steckt sehr viel Herzblut von Marco und mir drin.

Wir wussten beide, dass der Moment kommen wird. Verein und Trainerteam hatten zuletzt unterschiedliche Auffassungen über die sportliche Zukunft, daher war das die richtige Konsequenz für beide Seiten.

Saul
Der FC Viktoria ist für mich nicht irgendein Verein. Daher war es keine einfache Entscheidung zu gehen. Aber wenn man sich auf einen Trainerjob einlässt, ist es ein einkalkuliertes Risiko, dass es irgendwann zu einer Trennung vom Verein kommen kann. Wenn über entscheidende Sachverhalte keine Einigkeit mehr erzielt werden kann, dann ist es Zeit getrennte Wege zu gehen.

 

Was bleibt Euch von der Zeit bei der Viktoria besonders in Erinnerung?

Dewitz
Die Jahre als Spieler waren, wie die Zeit für mich bei der Germania Pfungstadt, mit sehr vielen tollen Ereignissen gesegnet. Es war eine tolle Zeit und ich bin froh noch zu dieser Zeit aktiv gewesen zu sein.

Die Zeit als U19-Trainer habe ich sehr genossen. Ich habe zu dieser Zeit meine B-Trainerlizenz gemacht und konnte mit meiner Regionalliga-Erfahrung den jungen Spielern einiges vermitteln.

Der Wechsel in den Seniorenbereich kam für mich etwas zu früh und auf Drängen der Verantwortlichen habe ich dann das Herz entscheiden lassen und habe das Traineramt mit einem mulmigen Gefühl übernommen.

Es war eine sehr herausfordernde Aufgabe, welche aber zu jeder Zeit Spaß gemacht hat, da wir als Team Stück für Stück enger zusammen gerückt sind. Besonders schön fand ich das kennen lernen der Trainerkollegen, besonders zu Danyiel Cimen und Suat Türker Pflege ich seither einen engeren Kontakt.

Saul
Als Spieler durfte ich in meiner Zeit bei der Viktoria einige Highlights miterleben. Als Co-Trainer der Verbandsligamannschaft konnte ich wichtige Erfahrungen sammeln. In der Hessenliga sind Spiele in großen Stadien wie Baunatal und Fulda oder auch Spiele gegen gestandene Trainergrößen wie etwa Rudi Bommer schon etwas Besonderes.

 

Wie seht ihr eure sportliche Zukunft? 

Dewitz
Ich habe für die nächste Lizenzstufe alle Vorbereitungen getroffen. Ob ich diese jetzt direkt angehe oder erst mal eine Pause einlege, entscheide ich jetzt im Urlaub. Eine neue Tätigkeit, kann ich mir sofort nicht vorstellen, wie das nach zwei Wochen Urlaub aussieht, weiß ich nicht. Wenn Anfragen kommen, werde ich mich damit beschäftigen. Ganz sicher müssen dann jedoch die Rahmenbedingungen in allen Bereichen passen.

Saul
Ich möchte auf jeden Fall im Trainergeschäft bleiben. Ich habe im letzten Jahr meine B-lizenz gemacht und möchte vorzugsweise wieder als Cheftrainer arbeiten. Zum jetzigen Zeitpunkt möchte ich aber auch nicht ausschließen, dass ich gemeinsam mit Jochen eine neue Aufgabe übernehme. Jetzt steht zunächst Kraft tanken und etwas mehr Zeit mit der Familie auf dem Programm.

 

Ein paar abschließende Worte … 

Dewitz
Danke an die Jungs. Es war eine schwierige Zeit und sie haben mitgezogen und einen starken Charakter bewiesen !

Bei Marco möchte ich mich besonders bedanken, er hat sich sehr intensiv in seine Aufgaben eingearbeitet und sehr Gutes mit eingebracht und der zeitliche Aufwand den er betrieben hat, war viel mehr als je zuvor geplant.

Saul
Bei der Mannschaft und bei Jochen möchte ich mich für die vertrauensvolle und tolle Zusammenarbeit bedanken. Es hat mir jederzeit sehr viel Spaß gemacht, Jungs.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.