Mit dem FSV Groß-Zimmern gastierte am vergangenen Spieltag der Tabellensechste mit 22 Punkten im heimischen Waldstadion. Die Ausgangslage war klar, die Blau-Weißen wollten sich vor heimischem Publikum teuer verkaufen. Und das taten sie auch – nur leider fehlte am Ende das, worauf es im Fußball bekanntlich ankommt: die Tore.
Die Viktoria startete engagiert in die Partie, war von Beginn an präsent und investierte viel Laufarbeit. Die ersten Abschlüsse ließen nicht lange auf sich warten. Paul Moser versuchte es mit einem Schuss aus der Drehung, Tristan Günther setzte sich gegen gleich zwei Gegenspieler durch, zielte anschließend aber links am Tor vorbei. Auch Julius Müller prüfte den gegnerischen Keeper mit einem Abschluss von der Sechzehnerkante, der allerdings im Fangnetz landete.
Die Chancen waren da, der Einsatz stimmte – doch Groß-Zimmern zeigte sich auf der anderen Seite deutlich effizienter. Zwei Möglichkeiten, zwei Tore: Bogdan Ficut schlug gleich doppelt zu und sorgte dafür, dass die Viktoria trotz eines ordentlichen Auftritts mit einem 0:2-Rückstand in die Halbzeitpause gehen musste.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die Partie dann weitgehend zu einem Spiel auf ein Tor. Orwisch warf alles nach vorne, suchte den Anschluss und erspielte sich weitere Möglichkeiten. Doch an diesem Tag schien das Tor der Gäste wie vernagelt. Tristan Günther sprang der Ball in aussichtsreichen Situationen mehrfach unglücklich vom Fuß, und auch andere vielversprechende Angriffe fanden nicht den Weg ins Netz.
Besonders bitter wurde es bei einem Freistoß von Julius Müller, der am Pfosten landete. Paul Moser stand beim Abpraller goldrichtig, brachte den Ball aber ebenfalls nicht über die Linie – stattdessen krachte sein Abschluss an die Latte. Viel mehr Symbolbild für diesen Nachmittag geht eigentlich nicht.
Auch in der Schlussphase gab sich die Viktoria nicht geschlagen. Kurz vor dem Abpfiff kam Julius Günther noch einmal frei zum Kopfball, setzte diesen jedoch knapp über das Tor. So blieb es beim 0:2, obwohl sich die Blau-Weißen für ihren Aufwand durchaus einen Treffer verdient gehabt hätten.
Trotz der Niederlage gab es auch Positives zu vermelden. Mehmet Küçük sprang angesichts des dünn besetzten Kaders ein und machte nach seiner Einwechslung seine Sache einwandfrei. Gemeinsam mit Spielern wie Alex Huder zeigt er, dass Alter tatsächlich nur eine Zahl ist, wenn es darum geht, alles für den Verein zu geben. Dieser Einsatz ist gerade in einer schwierigen Saison alles andere als selbstverständlich.
Unterm Strich bleibt eine bittere Niederlage, bei der die Viktoria vor allem an ihrer Chancenverwertung scheiterte. Der Einsatz stimmte, die Mannschaft ließ sich auch nach dem 0:2 nicht hängen und versuchte bis zum Schluss alles. Für Punkte reicht das bekanntlich nicht immer – trotzdem kann dieser Auftritt Mut machen.
Leichter wird die Aufgabe in der kommenden Woche allerdings nicht: Dann reist die Viktoria zum bisher ungeschlagenen Tabellenführer SV Sickenhofen. Dort wird es neben einer engagierten Leistung vor allem darauf ankommen, sich für den eigenen Aufwand auch zu belohnen.
Leider wieder kein Sieg in den neuen Trikots gesponsort von Trade Republic. Jetzt richten wir den Blick nach vorne auf das nächste Spiel! 💙🤍🔥
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