Vom 9. bis zum 19. Juli fand der Rödermark-Cup zum 50. Mal statt. Diesjähriger Ausrichter war die Turnerschaft Ober-Roden, die Premiere stieg 1977 beim Ortsnachbarn Germania. Die letzte Teilnahme unserer Viktoria ist schon einige Jahre her, entsprechend groß war die Freude aller Fans, Turnierorganisatoren und revalierenden Rödermärker Vereine, den Blau-Weisen Glücksverein wieder im Teilnehmerfeld begrüßen zu dürfen!
Unsere Viktoria gewann das Turnier in der Vergangenheit bereits 8 Mal und liegt bei der Anzahl der Turniersiege nur knapp hinter der TS Ober-Roden (10) sowie dem Rekordsieger Germania Ober-Roden (25). Dass sich der einzige Urberacher Verein des Turniers wenig Chancen auf einen Turniersieg in diesem Jahr ausrechnete, ist mit dem aktuellen Klassenunterschied zu begründen, der zwischen den 1. Herrenmannschaften der Teilnehmer existiert.
Als Mannschaft der Kreisliga A, schon in der Gruppenphase gegen den Verbandsligisten Germania Ober-Roden antreten zu müssen, ist zum einen eine großartige Chance, zum anderen aber auch eine schier unlösbare Aufgabe. So unterlag unsere Viktoria der 3 Klassen höher spielenden Germania mit 0:8. Dennoch war das Team mit seiner Leistung äußerst zufrieden, da leidenschaftlich verteidigt wurde und der Zusammenhalt trotz der vielen Rückschläge spürbar war.
Das zweite Gruppenspiel gegen den Kreisoberligisten TSV Dudenhofen wurde schon in der ersten Halbzeit für den TSV entschieden, da die Gegner durch individuelle Fehler förmlich eingeladen wurden, Tore zu erzielen. In der zweiten Halbzeit war unsere Viktoria dann deutlich konzentrierter, jedoch kassierte man zwei weitere Gegentore zum 0:6 Endstand.
Im Spiel um Platz 5 wartete dann der frisch gebackene Meister der Kreisoberliga Offenbach Teutona Hausen auf das weiße Ballett aus Orwisch. Nach einer spielerisch katastrophalen Leistung in der ersten Halbzeit und einem 0:4 Rückstand, kam unsere Viktoria plötzlich zu mehreren Chancen und einigen Ballbesitzphasen. So belohnte sich das auf dem Papier schwächste Team des Turniers für seine kämpferische Leistung und Aufopferung mit einem Ehrentreffer. Tristan Günther eroberte den Ball kurz nach der Mittellinie, sprintete in Richtung gegnerischen 16er, zog nach innen und schloss dann aus 18m wuchtig ins linke untere Eck ab. Den Ehrentreffer bejubelten alle Zuschauer und auch das Team feierte, nicht ohne eigenen Treffer aus dem Turnier zu gehen. Nachdem auch dieses Spiel hoch (1:7) verloren ging, folgte die Siegerehrung.
Die Germania gewann zum 25. Mal den Rödermark-Cup – Gratulation aus Orwisch!
Darauf folgte die im Finale unterlegene TS Ober-Roden. Letzter auf dem Treppchen war der FV Eppertshausen, gefolgt vom TSV Dudenhofen und Teutonia Hausen.
Blau-Weiße Stimmen zum 50. Rödermark-Cup:
Christian Lutz (Trainer Herrenmannschaft):
„Trotz der doch sehr hoch ausgefallenen Niederlagen bin ich froh, dass wir uns als Viktoria wieder im Ort präsentieren konnten. Gleich 3 Neuzugänge beziehungsweise Wiederkehrer (Noel Zepter, Tarik Ensaroglu & David Göddertz) konnten ihr Debut geben. Wir haben bzgl. der spielerischen Leistung enormes Verbesserungspotenzial festgestellt, jedoch ist der Kampf- und Teamgeist der Mannschaft nicht von der Hand zu weisen. Nun gilt es, die restlichen Tage der Vorbereitung zu nutzen, um das Zusammenspiel zu verbessern und dem neu zusammengewürfelten Team taktische Vorgaben mitzugeben.“
Tristan Günther (Vorstand Marketing & Sponsoring):
„Insgesamt war es ein sehr gut organisiertes und faires Turnier. Großer Dank gilt den Organisatoren der TS Ober-Roden und insbesondere Philipp Köhl, der federführend für den reibungslosen Ablauf gesorgt hat. Nach Rücksprache mit der Germania, wird diese im nächsten Jahr auf die Ausrichtung des Rödermark-Cup verzichten und unserer Viktoria das Vorrecht dazu überlassen. Wir freuen uns schon, alle fußballbegeisterten Rödermärker 2027 im Orwischer Waldstadion begrüßen zu dürfen!“

